VerkehrssicherheitVerkehrssicherheit

  • Die Pandemie und die Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen Covid führten zu einer Reorientierung der Kapazität der Föderalen Straßenpolizei und zu einem Rückgang der Anzahl proaktiver Aktionen.
  • Die Reiseeinschränkungen führten zu einem Rückgang der Anzahl Unfälle und Verkehrstoten.
  • Die Zahl der Zuwiderhandlungen in Verbindung mit der Geschwindigkeit steigt jedoch weiterhin an.


Covid-19 und der Einfluss auf die festgestellten Zuwiderhandlungen und die Großaktionen

Das Jahr 2020 zeichnete sich durch die Pandemie und die Regierungsmaßnahmen zu ihrer Bekämpfung aus. Zahlreiche Maßnahmen (Schließung der Restaurantbetriebe und der Geschäfte, die Absage von Ereignissen, die Pflicht zur Heimarbeit, die Ausgangssperre, usw.) hatten Auswirkungen auf den Verkehr im Allgemeinen und insbesondere auf einige wichtige Aspekte. Im Laufe des Jahres gab es weniger Reisebewegungen, weniger Staus und, im Verhältnis, weniger Warenverkehr. Diese Realität und die Auswirkungen, die diese auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer hatte, sind wichtige Elemente, die es gilt zu berücksichtigen, wenn es darum geht, die Anzahl festgestellter Zuwiderhandlungen mit denen der vorangehenden Jahre zu vergleichen.

Die Maßnahmen gegen Covid-19 führten ebenso zu einer Reorientierung der Kapazität der Föderalen Straßenpolizei. Eine besondere Aufmerksamkeit erhielten die grenzüberschreitenden Reisebewegungen und der Rückgang der Anzahl proaktiver Aktionen.

50 groß angelegte Aktionen mit der Föderalen Polizei und der Lokalen Polizei fanden jedoch statt. Darunter 20 Aktionen unter Federführung der Expertennetzwerke der Polizeidienste (Centrex), 13 NAWAY-Aktionen (Aktionen auf Nationalebene auf dem vorrangigen Gelände der Föderalen Straßenpolizei, die auf die Prioritäten im Sicherheitsbereich abzielen), 5 GPI-Aktionen (Aktionen auf Ebene der Integrierten Polizei, die BOB-Aktionen, Wochenenden ohne Alkohol und Blitzmarathons eingeschlossen) und 12 Roadpol-Aktionen (Netzwerke der europäischen Straßenpolizei).



Durch Radaranlagen und automatische Kameras festgestellte Geschwindigkeitsübertretungen

Geschwindigkeitsübertretungen, die von den regionalen Verarbeitungszentren (RVZ) und den technischen Abteilungen der Föderalen Straßenpolizei verarbeitet wurden:
Geschwindigkeitsübertretungen, die von den regionalen Verarbeitungszentren (RVZ) und den technischen Abteilungen der Föderalen Straßenpolizei verarbeitet wurden:

Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen

Durchgeführte Atemtests
Durchgeführte Atemtests
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol*
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol*
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit Drogen**
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit Drogen

* Alarm+Positiv+Verweigerung+eventuelle Bluttests

Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen

Sicherheitsgurt und Kindersitze

Verstöße
Verstöße

Nutzung des Handys am Steuer

Verstöße
Verstöße

Lkw-Verkehr

Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit dem Fahrtenschreiber
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit dem Fahrtenschreiber
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit den Lenk- und Ruhezeiten
Anzahl der festgestellten Verstöße im Zusammenhang mit den Lenk- und Ruhezeiten


Anzahl der von der Föderalen Straßenpolizei festgestellten tödlichen Unfälle und Unfälle mit Körperschaden auf Autobahnen und gleichgestellten Straßen

Die Anzahl der Unfälle mit Körperschaden, die auf dem vorrangigen Aktionsgelände der Föderalen Straßenpolizei festgestellt wurde, sank von 2019 auf 2020 um 29%. Die Anzahl der vor Ort Getöteten sank um 18% in 2020 (im Vergleich zu 2019). Diese Rückgänge der Anzahl Unfälle und Verkehrsopfer sind auf die Einschränkungsmaßnahmen zur Bewegungsfreiheit, die im Rahmen der Covid-19-Pandemie erlassen wurde, zurückzuführen (Pflicht zur Heimarbeit, Sperrstunde, Fahrverbot auf der öffentlichen Straße im April 2020, …).

  2018 2019 2020
Unfälle mit Körperschaden* 3 122 3 095 2 186
Tödliche Unfälle* 94 99 81
Tote** 100 105 79
Schwerverletzte 361 384 241
Leichtverletzte* 4 403 4 164 2 836

* Bei einem Unfall mit Körperschaden können mehrere Personen schwer oder leicht verletzt werden. Dasselbe gilt für die tödlichen Unfälle.

** Anzahl der vor Ort Verstorbenen. Die Opfer, die nicht vor Ort getötet werden und die innerhalb einer Frist von 30 Tagen versterben, sind hier nicht übernommen.

Success story

Zikki kommt in die Wallonie

Dank ihrer „Plüschtieraktion“ konnte die Föderale Straßenpolizei den jungen Opfern oder Zeugen von Verkehrsunfällen ein wenig Trost spenden. Zikki, eine Plüschschildkröte, besitzt die Macht, ein Kind zu trösten, das sich in seiner Blase zurückzieht und seine Aufmerksamkeit eher auf das Spielzeug lenkt als darauf, was um es herum geschieht. Diese Aktion, die seit einigen Jahren bereits in Flandern präsent ist, wurde 2020 in Wallonien eingeführt. Für einige Verkehrsposten ist diese Initiative der Beginn einer neuen Aktion. Für andere bildet sie die Folge eines bereits vor Jahren initiierten Projekts.

Zikki kommt in die Wallonie


VIP-Begleitungen und europäische Gipfel

Die Föderale Polizei trägt zur Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit während europäischer Gipfeltreffen und anderer Veranstaltungen bei, insbesondere in Brüssel in Zusammenarbeit mit der Polizeizone Brüssel HAUPTSTADT Ixelles. Abgesehen von der Beteiligung verschiedener Einheiten und Direktionen wie die Direktion Schutz (DAP), führt die Föderale Straßenpolizei Eskorten für Staatschefs, Regierungschefs und andere VIPs durch.

Im Jahr 2020 gab es drei europäische Gipfeltreffen mit Anwesenheit der Staatschefs (darunter zwei außerordentliche). Diese Ereignisse erforderten ein riesiges Polizeiaufgebot und erhebliche Anstrengungen in Sachen Organisation und Koordination.

Drei offizielle Gipfeltreffen wurden zu virtuellen Treffen wegen der Corona-Pandemie umfunktioniert (was zur Annullierung zahlreicher Begleitaufträge zwischen dem 18. März und dem 5. Juni 2020 führte).

Im Jahr 2020 hat die Föderale Straßenpolizei 27 881 Stunden während dieser Eskorten geleistet (im Vergleich zu 32 888 Stunden im Jahr 2019).

Zusätzlich zu diesen Großveranstaltungen, mit Anwesenheit zahlreicher VIPs und die Mobilisierung mehrerer Eskorten, sind bei 98 ‚Tagesbesuchen‘ von VIPs aus 44 verschiedenen Ländern Polizeieskorten der Föderalen Straßenpolizei zum Einsatz gekommen. Diese Aufträge dauerten im Durchschnitt zwei Tage und machten insgesamt 187 Tage von VIP-Tagesbegleitungen aus.

VIP-Begleitungen und europäische Gipfel