Unsere WerteUnsere Werte

  • Die interne Sensibilisierungskampagne RESPECT wurde mit zwei neuen Themen fortgeführt: der gegenseitige Respekt zwischen Diensträngen oder Niveaus, und der Respekt jeder Person gegenüber, gleich welchen Geschlechts.
  • Die Kaserne Dossin und die Integrierte Polizei haben ihre Partnerschaft durch ein neues Zusammenarbeitsabkommen vertieft.
  • Die Verbesserung der visuellen Identität der Föderalen Polizei durch die Vereinheitlichung der Embleme stand weiterhin im Mittelpunkt. Die Embleme sind Ausdruck von Stolz, einer geteilten Verantwortlichkeit, einer sichtbaren Zugehörigkeit, eines Gefühls des ‚Wirs‘, grafisch ausgedrückt.


Ein ‚wertvolles’ Mission Statement

Die in ihrem Mission Statement hervorgehobenen Werte der Föderalen Polizei sind:

  • Integrität
  • Respekt
  • Offenheit
  • Flexibilität
  • Dienstleistungsorientierung
  • Stolz.

Die Föderale Polizei ergreift Initiativen zur Sensibilisierung für diese Werte (z.B. Ausbildung ‚Menschenrechte und Kaserne Dossin‘, der Wertekompass, usw.) und zur Hervorhebung der verschiedenen Anwendungsbereiche (z.B. Kampagne ‚Respekt‘). Darüber hinaus möchte sie für ihre Mitarbeiter ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem es Raum für Solidarität und Diversität gibt, in dem sich die Mitarbeiter für ihr berufliches Engagement respektiert und anerkannt fühlen.

Der Wertekompass, ein neues Führungswerkzeug

Die Werte der Föderalen Polizei wurden in Form eines Kompasses veranschaulicht. Dieser umfasst zehn Verhaltenshinweise und soll einen Dialog über die Verhaltensweisen, die Haltungen und die Werte fördern.

Die Initiative verfolgt das Ziel, die Unterstützung für und durch die Leiter zu verbessern und eine Feedback-Kultur entstehen zu lassen. Bei Gesprächen zwischen Leitern und Personalmitgliedern kann der Kompass helfen, die Werte und ihre Anwendungsgebiete anzusprechen und einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Der Wertekompass ist eine Umsetzung der Generaldirektion des Ressourcenmanagements und der Information (DGR) zwecks Unterstützung der Leiter auf allen Ebenen. Er wurde im November 2020 geschaffen und allen Leitern der Integrierten Polizei bereitgestellt.

Wertekompass

Der RESPEKT, für alle

Die RESPECT-Kampagne ist das Ergebnis einer starken Partnerschaft zwischen der Abteilung Diversität, der Abteilung Integrität des Generalkommissariats (CG/Integrität) und der Direktion der Kommunikation (CGC) der Föderalen Polizei. Sie konzentrierte sich auf sieben Themen: Achtung der sexuellen Ausrichtung, Geschlecht, Behinderung, Altersunterschiede, Unterschiede in Grad oder Stufe, Multikulturalismus und die verschiedenen Statuten.

Diese Sensibilisierungskampagne von Mai 2019 soll die Mitarbeiter dazu anregen, die Werte unserer Organisation zu reflektieren, und an die damit verbundenen Rechte und Pflichten erinnern. Jedes angesprochene Thema wird von einer Kampagne mit einem Plakat, einer Veröffentlichung mit Interviews und guten Praktiken, sowie, gegebenenfalls einem Ausbildungsangebot begleitet.

Die interne Kommunikationskampagne RESPECT der Föderalen Polizei wurde letztes Jahr fortgeführt und umfasste zwei Kernthemen: der gegenseitige Respekt zwischen Diensträngen oder Niveaus, und der Respekt jeder Person gegenüber, gleich welchen Geschlechts.

Die weltweiten Thementage bilden die Gelegenheit, die Themen der RESPECT-Kampagne für die Personalmitglieder in den Vordergrund zu rücken. Im Jahr 2020 war dies anlässlich des internationalen Tages der Menschen mit Behinderung der Fall für das Thema der „Inklusion von Personen mit Behinderung“. Aufzuzeigen, wie die Inklusion unsere Organisation fördert, unterstreicht die Wichtigkeit der Integration von Menschen mit Behinderung. Dennoch liegt noch Arbeit vor uns. Ein Königlicher Erlass sieht vor, dass Menschen mit Behinderung 3% des Personalbestands jeder föderalen Organisation ausmachen sollen. Für die Föderale Polizei ist davon nur das Zivilpersonal (CALog) betroffen. Dieses Ziel wurde mit 0,16% im Jahr 2019 und im Jahr 2020 noch nicht erreicht.

Die Dienstelle Diversität der Generaldirektion des Ressourcenmanagements und der Information (DGR/DRP/Diversity) hat eine Onlineumfrage durchgeführt, um einen allgemeinen und aktualisierten Überblick über den Anteil der Mitarbeiter mit einer Behinderung bei der Föderalen Polizei zu erhalten. Insgesamt nahmen 3 002 Personen daran teil. Die meisten Teilnehmer kamen aus dem Einsatzkader (71%). Insgesamt haben 8% der Teilnehmer, d.h. 254 Personen, zugegeben, eine Behinderung zu besitzen. In der Regel geht es um körperliche Behinderungen (48%) und auditive Einschränkungen (11%). Die Studie ergab ebenfalls, dass es von großem Nutzen war, diesen Menschen zuzuhören und die erforderlichen Anpassungen, vor allem auf Ebene der Ergonomie und der Logistik, vorzunehmen.

Kampagne RESPEKT

Plattform „Stop Ethnic Profiling“

Das „ethnische Profiling“ ist ein Profiling auf der Grundlage der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, Religion, der Nationalität oder der nationalen oder ethnischen Herkunft. Es handelt sich um eine diskriminierende Handlung, die weder ethnisch noch gesetzlich akzeptabel ist. Durch ihre Rolle als Schützer von Rechten und Freiheiten erhalten die Polizeidienste eine wichtige Bedeutung bei der Bekämpfung dieses Phänomens. In Bezug auf die Art des Einsatzes und insbesondere bei Kontrollen der Polizeidienste sollte dieser Grundsatz angewandt werden.

Im Jahr 2020 trafen der Generalkommissar der Föderalen Polizei und die Direktoren mehrerer Nichtregierungsorganisation (NGO) im Rahmen der Stop Ethnic Profiling Plattform aufeinander. Unter der Leitung des Dienstes CG/Integrität wurde anschließend gemeinsam mit der Zelle Diversität der Generaldirektion des Ressourcenmanagements und der Information (DGR), mit BDO-Sachverständigen (Behaviour Detection Officers) und CoPPRa (Community Policing an the Prevention of Radicalisation and Terrorismus), der Direktion für die Bekämpfung der schweren und organisierten Kriminalität (DJSOC), der Kaserne Dossin und dem Ständigen Ausschuss der Lokalen Polizei (SALP) eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Folgende Gruppen wurden eingeladen, an dieser Arbeitsgruppe teilzunehmen:

  • Sachverständige von Amnesty International, von MRAX, der Liga für Menschenrechte... um zusätzliche Erklärungen zu ihren Empfehlungen an die Polizeidienste im Rahmen des diskriminierenden Profilings zu erteilen;
  • Die Vertreter und der Planer des „Aktionsrahmens für die professionelle Kontrolle“ der Landespolizei der Niederlande;
  • Die Koordinatoren „Diversität“ der Polizeizonen Brüssel-Nord, Mechelen-Willebroek, Gent und Antwerpen, die an der Umsetzung des Aktionsrahmens im Kontext der belgischen Polizeizonen arbeiten.

Die im Jahr 2020 organisierten Zusammenkünfte gaben Anlass zu weiteren Initiativen durch den Dienst CG/Integrität im Rahmen der professionellen Kontrollen.

Die Integrierte Polizei und die Kaserne Dossin erneuern ihr Kooperationsabkommen

Am 10. Dezember, am internationalen Tag für Menschenrechte, bestätigten die Kaserne Dossin und die Integrierte Polizei erneut ihre Partnerschaft durch die Unterzeichnung eines neuen Kooperationsabkommens.

Die Kaserne Dossin und die Integrierte Polizei unterzeichneten ihr erstes Kooperationsabkommen im Jahr 2014. Darin wurde ihr Streben zur engen Zusammenarbeit und die Absicht zur Organisation einer Ausbildung zu Gunsten der Polizeibeamten festgehalten („Holocaust, Polizei und Menschenrechte“). Sechs Jahre später war es an der Zeit, das Engagement zu erneuern.

Seit 2014 hat sich die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Kaserne Dossin vertieft. Es wurden vier Ausbildungen unter der Bezeichnung „Holocaust, Polizei und Menschenrechte“ angeboten:

  • Begleiter „Holocaust, Polizei und Menschenrechte“
  • „Holocaust, Polizei und Menschenrechte“ (mit Dilemmas umgehen)
  • Holocaust, Polizei und Menschenrechte für die Leiter. Das konkrete Begreifen der Integrität in meiner Dienststelle
  • Polarisierung: eine Bedrohung oder eine Gelegenheit für die Polizei?

Das neue Abkommen ist eine Verlängerung dieser Zusammenarbeit, die im Laufe der Zeit die Organisation durchdrang, und beschreibt weshalb und auf welchem Wege die Integrierte Polizei und die Kaserne Dossin ihre Bemühungen bündeln wollen. Das Abkommen sieht eine strukturelle Konzertierung auf Jahresbasis und einen mehrjährigen Politikplan zur weiteren Umsetzung der Zusammenarbeit vor.

Neue Zusammenarbeit mit Dossin
Erster Hauptkommissar Marc De Mesmaeker, Generalkommissar der Föderalen Polizei

Lernen, kritisch und autonom zu analysieren“


„Wir möchten, dass die jungen Anwerber und die Mitglieder der Polizei (gleich welchen Ranges oder Niveaus) mit ihrer Lebenserfahrung vom Verhalten anderer lernen. Dass sie Lehren ziehen aus den Mechanismen wie Aggression oder Gruppenzwang. Dass sie lernen, dass man als Einzelner, gewisse Taten und Verhaltensweisen auf kritische und autonome Weise analysiert und sich der Gruppe widersetzt.“

Erster Hauptkommissar Marc De Mesmaeker
Generalkommissar der Föderalen Polizei


Ausbildung „Holocaust, Polizei und Menschenrechte“

Die Covid-19-Pandemie führte dazu, dass die Veranstaltung der Sitzungen begrenzt waren, sowohl aufgrund der Maßnahmen, die die Polizeiakademien betrafen, als auch durch die im Kultursektor geltenden Maßnahmen. Dennoch konnten 40 Sitzungen mit insgesamt 530 Teilnehmern organisiert werden.

Seit Beginn des Projekts haben bereits 11 308 Personalmitglieder der Integrierten Polizei an der Ausbildung teilgenommen, einige als Anwärter im Rahmen ihrer Grundausbildung, andere als Fortbildung hinsichtlich ihrer Laufbahn.



Sitzungen 2018 2019 2020
Benutzer 93 129 40
Leitende Beamten 2 1 /

Ausgebildete Personen 2018 2019 2020
Benutzer 1 636* 2 390** 530***
Leitende Beamten 23 8 /

* Davon 804 Anwärter aus der Grundausbildung.
** Davon 992 Anwärter aus der Grundausbildung.
*** Davon 180 Anwärter aus der Grundausbildung.

Neue Zusammenarbeit mit Dossin

Ausbildung „Polarisierung: eine Bedrohung oder eine Gelegenheit für die Polizei?“

Nach den Anschlägen in Belgien wurde eine Ausbildung über den Umgang mit der Polarisierung auf Antrag des Generalkommissars und der Generaldirektion des Ressourcenmanagements und der Information (DGR) ins Leben gerufen. Diese Ausbildung wurde zu Gunsten der Integrierten Polizei in Zusammenarbeit mit der Zelle Diversität entwickelt. Es handelt sich um eine eintägige Ausbildung, um ein Verständnis der Funktionsweise der Polarisierung zu schaffen und ihre Aufdeckung innerhalb der Gesellschaft oder der Polizei zu fördern. In einem zweiten Teil dienen konkrete Beispiele für die Teilnehmer zur Umsetzung des Erlernten in die Praxis.

Nach einer Reihe von Pilotsitzungen im Jahr 2019 wurde die Ausbildung im gleichen Jahr in den Kurs zum Erhalt des Direktionsbrevets eingebunden, bevor sie im Jahr 2020 zu einer eigenständigen Ausbildung für die Föderale Polizei wurde. Die Covid-Krise hatte ebenfalls Einfluss auf diese Ausbildung. So wurden mehrere Sitzungen im Frühjahr abgesagt. Jedoch konnten in der Folge Onlineausbildungen veranstaltet werden, wodurch den Ausbildern und Teilnehmern eine hohe Flexibilität abverlangt wurde.

227 Personalmitglieder der Integrierten Polizei konnten somit im Jahr 2020 geschult werden.

Visuelle Identität: einheitliche Embleme

Im Jahr 2020 konnte die visuelle Identität der Föderalen Polizei weiterhin verbessert und die Vereinheitlichung der Embleme fortgeführt werden.

Ein Emblem ist mehr als ein Bleistiftstrich oder eine Zeichnung. Es stellt eine Funktionalität, ein gemeinsames Bestreben, eine Arbeit, die mit Stolz erfüllt, eine geteilte Verantwortung, ein Gefühl des ‚Wirs‘ da, grafisch ausgedrückt. Die Erstellung eines Emblems ist das Ergebnis einer subtilen Balance zwischen der Zugehörigkeit zur Organisation und dem Bedürfnis, sich mit einer eher begrenzten Gruppe zu identifizieren.

Ein spezielles Schema und ein Genehmigungsverfahren wurden entwickelt, um die Embleme in Übereinstimmung zu bringen. Das Vorgehen entspricht somit den internen Zielsetzungen in Bezug auf die Kohäsion, die Identität und den Teamgeist des Auftragsbriefs des Generalkommissars, den Erwartungen zahlreicher Leiter und einer vom Ausschuss P erstellten Empfehlung (Ständiger Ausschuss für die Kontrolle über die Polizeidienste).

Die neuen Embleme symbolisieren nun verschiedene Funktionalitäten: Einsatzkorps, Information und Kommunikation, polizeilicher Opferbeistand, Sicherung, Schifffahrt, Bahnverkehr, Schutz, Bekämpfung der Korruption, Umwelt und Hormone, Opferidentifikation, medizinische Unterstützung, usw.

Neben der Vereinheitlichung der Embleme wurden weitere Initiativen im Bereich der visuellen Identität eingeleitet, bspw. die Reglementierung im Bereich der Benutzung der Logos, die Schaffung von Fotoständern zwecks Ausstattung des Empfangs der Gebäude oder die Entwicklung neuer corporate Templates und Hintergrundbilder für die neuen digitalen Werkzeuge.

Die visuelle Identität stützt sich auf die Grundfarben der Polizei, Blau und Oker, und soll die Föderale Polizei sofort sichtbar und erkennbar machen. Eine starke visuelle Identität ermöglicht es unserer Organisation, sich besser bekannt zu machen, insbesondere als attraktiver Arbeitgeber.

Embleme

Transparenz und Rechenschaft ablegen: parlamentarische Anfragen

Aufgrund seiner Kontrollfunktion hat das Parlament die Möglichkeit, schriftliche oder mündliche Fragen an die Regierungsmitglieder zu richten.

Für Fragen, die die Föderale Polizei oder die Integrierte Polizei betreffen, erhalten die zuständigen Minister bei der Vorbereitung der Antworten unsere Unterstützung über das Administrative und Technische Sekretariat (SAT). Im Jahr 2020 wurden 1 190 schriftliche und mündliche Fragen an die Aufsichtsminister gerichtet.