InformationswesenInformationswesen

  • 2020 haben die Kommunikations- und Informationszentren auf Bezirksebene (SICAD/CIC) mehr als 3 Millionen Notrufe entgegengenommen.
  • In den Informationsknotenpunkten des Bezirks (SICAD/IKBs) arbeiten täglich 400 Polizeibeamte an der Sammlung und der Analyse von polizeilichen Daten und Informationen, um ihren Kollegen auf dem Gelände einen Mehrwert zu bieten.
  • Ende 2020 zählte RegPol, das einzige Register der Informationsverarbeitungen der Integrierten Polizei, 3 667 registrierte Verarbeitungen, davon 739 Verarbeitungen durch die Föderale Polizei.


Informationskiosk für die einheitliche Erfassung von Identifikationsdaten

Der Informationskiosk (KIK) ist eine Schnittstelle, die es den Polizeibeamten ermöglicht, aufgrund einer einheitlichen Erfassung der Identifikationsdaten verschiedene Informationssysteme zu nutzen, zur Erfüllung ihrer Aufgaben.

Die Anzahl der Dienststellen bei der Integrierten Polizei mit Zugang zum KIK steigt seit 2018 ständig an.

Intergierte Polizei 2018 2019 2020
Anzahl der PCs mit Zugang zum KIK bei der Integrierten Polizei 28 000 34 000 47 500


Eine Schlüsselrolle der Bezirke

Im Hinblick auf das operative Informationsmanagement spielt die Bezirksebene dank der Kommunikations- und Informationsdienste der Bezirke (SICADs) ebenfalls eine Schlüsselrolle. Die SICADs stammen aus der Fusion zwischen den provinzialen Kommunikation- und Informationszentren (KIZ), die Notrufe annehmen und verarbeiten, und den Informationsknotenpunkten der Bezirke (IKB).

Anzahl der Anrufe in den KIZs

Dringend 2018 2019 2020
Westflandern 217 454 212 201 190 012
Ostflandern 248 776 250 749 235 004
Antwerpen 318 490 317 192 281 660
Limburg 161 753 161 673 149 429
Flämisch-Brabant* 168 540 183 194 164 024
Brüssel 442 899 443 932 361 199
Wallonisch-Brabant 80 772 82 922 74 978
Hennegau 471 468 462 495 412 056
Namur 146 927 155 594 146 443
Lüttich 358 335 365 564 341 041
Luxemburg 67 851 69 415 66 382
Gesamtzahl 2 683 265 2 704 931 2 422 228

* Für die Bezirke Hal-Vilvorde und Eupen, die über kein eigenes KIZ verfügen, kommen die Anrufe jeweils beim KIZ Löwen (verantwortlich für ganz Flämisch-Brabant) und dem KIZ Lüttich an (verantwortlich für die Bezirke Lüttich und Eupen).

Nicht dringend 2018 2019 2020
Westflandern 13 283 12 580 11 770
Ostflandern 10 749 10 558 10 468
Antwerpen 98 346 98 787 80 043
Limburg 15 942 16 506 12 461
Flämisch-Brabant* 20 197 18 680 16 266
Brüssel 32 534 35 312 32 939
Wallonisch-Brabant 16 860 18 766 19 083
Hennegau 13 936 16 374 16 029
Namur 15 511 15 493 14 676
Lüttich 71 454 77 912 79 362
Luxemburg 18 936 19 541 19 957
Gesamtzahl 327 748 340 509 311 054

* Für die Bezirke Hal-Vilvorde und Eupen, die über kein eigenes KIZ verfügen, kommen die Anrufe jeweils beim KIZ Löwen (verantwortlich für ganz Flämisch-Brabant) und dem KIZ Lüttich an (verantwortlich für die Bezirke Lüttich und Eupen).

Gesamtzahl 2018 2019 2020
Westflandern 230 737 224 781 201 782
Ostflandern 259 525 261 307 245 472
Antwerpen 416 836 415 979 361 703
Limburg 177 695 178 179 161 890
Flämisch-Brabant* 188 737 201 874 180 290
Brüssel 475 433 479 244 394 138
Wallonisch-Brabant 97 632 101 688 94 061
Hennegau 485 404 478 869 428 085
Namur 162 438 171 087 161 119
Lüttich 429 789 443 476 720 403
Luxemburg 86 787 88 956 84 339
Gesamtzahl 3 011 013 3 045 440 2 733 282

* Für die Bezirke Hal-Vilvorde und Eupen, die über kein eigenes KIZ verfügen, kommen die Anrufe jeweils beim KIZ Löwen (verantwortlich für ganz Flämisch-Brabant) und dem KIZ Lüttich an (verantwortlich für die Bezirke Lüttich und Eupen).

KIZ-Calltaker

Verwaltung der polizeilichen Informationen


Die IKBs in den SICADs sind innerhalb der Integrierten Polizei die Eckpfeiler des polizeilichen Informationsmanagements. Die IKBs sammeln, analysieren und verarbeiten die polizeilichen Daten und Informationen, um zu Gunsten der Kollegen auf dem Gelände einen Mehrwert zu schaffen. Wie? Es werden Daten verglichen, Verbindungen hergestellt, neue Phänomene und Tendenzen im Bereich der Kriminalität und der Sicherheit identifiziert, wodurch die Polizeiaktionen besser ausgerichtet werden können und die Daten und Informationen zu den Polizeidiensten fließen können, die sie für ihre Aufgaben benötigen.

Im Jahr 2020 waren rund 400 Personalmitglieder der Integrierten Polizei mit dem Management der operativen polizeilichen Informationen innerhalb der IKBs beschäftigt.

Auf zentraler Ebene sind spezifisch die Direktion der Einsätze in gerichtspolizeilichen Angelegenheiten (DGJ/DJO) und die Direktion der Einsätze in verwaltungspolizeilichen Angelegenheiten (DGA/DAO) bei dem polizeilichen Informationsmanagement tätig. Letztes Jahr verfügte DJO über 61 Personen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Bei DAO waren 41 Personalmitglieder tätig. DAO und DJO bilden zusammen mit dem Single Point of Operational Contact (SPOC) der Direktion der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit (CGI) einen 24/7 Bereitschaftsdienst innerhalb der Nationalen Kontaktstelle (NKS).



Success Story

Innovation durch interaktive Karten

Die Kernaufgabe der Integrierten Polizei ist der Informationsaustausch zwischen der Lokalen Polizei und der Föderalen Polizei. Zu diesem Zweck hat SICAD Westflandern eine polizeiliche Informationsplattform gebildet. Als innovatives Element dieser neuen Plattform ist die Bereitstellung von interaktiven Karten zu nennen, die die einsatzbezogene Arbeit visuell unterstützen. Diese aktualisierten Kartografien fördern ein verbessertes Verständnis für die Reichweite und den Inhalt dieser Phänomene (bspw. Drogen, Transmigration und auch Diebstahl). Sie gewährleisten ebenso die Optimierung verbundener (Arbeits-)Verfahren bei einem integrierten Vorgehen. Diese digitale Anwendung fördert einen effizienten Informationsfluss zwischen SICAD und den Polizeidiensten Westflanderns, sowie zwischen den verschiedenen Polizeidiensten selbst (die Taten der Bezirke Hennegau und Ostflandern sind über diese Plattform ebenfalls sichtbar).



Neue Version des Dispatchingssystems ASTRID

Seit 2018 setzt das Polizeidispatchingssystem seine Migration von Version 8 auf Version 9 fort. Die Modernisierung der CAD-Technologie (Computer Aided Dispatching System) wirkt sich auf die Arbeitsweise und Organisation der Polizeidienste aus, insbesondere auf die Kommunikations- und Informationszentren (SICAD/KIZ) der Föderalen Polizei in den Bezirken.

Die Migration der Gesamtheit der Kommunikations- und Informationszentren (KIZ) zum CAD 9 wurde im Jahr 2020 abgeschlossen. Fünf von ihnen sind bereits im Jahr 2018 und ein einziges ist 2019 migriert. Die Migration der fünf übrigen KIZs fand im Jahr 2020 statt.

Gemeinsam mit der vorgesehenen Überholung und der Zentralisierung des Materials bietet diese Aktualisierung ein viel leistungsfähigeres Instrument für die Endnutzer (mehr Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, verbesserte Netzabdeckung…). Sie eröffnet zudem Möglichkeiten für eine zukünftige Einbettung neuer Technologien.



Datenschutz

Die Föderale Polizei ergriff verschiedene Initiativen um den Schutz (personenbezogener) Daten einzuhalten.

RegPol, das Register der Verarbeitungen der Integrierten Polizei, wächst ständig. Am 31. Dezember RegPol enthielt 3 667 registrierte Verarbeitungen, davon 739 Verarbeitungen durch die Föderale Polizei (siehe Grafiken).

Eine Expertengruppe auf Ebene der Integrierten Polizei soll auf die Umsetzung und die Anpassung der Gesetzgebung und der Regelungen achten. Diese Gruppe zählt Mitglieder des juristischen Dienstes (DGR/Legal), der Direktion der polizeilichen Informationen und der IKT-Mittel (DRI) und des Dienstes Information Security & Privacy Office des Generalkommissariats (CG-ISPO), sowie Vertreter des Ständigen Ausschusses für die Lokale Polizei (SALP).

Sie befasste sich mit der Verarbeitung von Videoüberwachungsbildern und von Daten, die durch die Benutzung von Drohnen und Bodycams entstehen.

Ebenso entstand eine Richtlinie über das Teilen von Informationen zu Gunsten der verschiedenen Einrichtungen und Dienste, mit denen die Polizei zusammenarbeitet. Sie umfasst konkret die Ausführung der Bestimmungen von Artikel 44/11/9, abgeändert durch das Gesetz über das Polizeiamt (GPA).

CG/ISPO war letztes Jahr ferner in verschiedenen Problemfällen tätig und führte folgende Tätigkeiten aus:

  • Stellungnahmen erstellen und Konzertierungen abhalten zum Schutz personenbezogener Daten der Personalmitglieder, insbesondere im Rahmen der externen Kommunikation;
  • Stellungnahmen erstellen in der Eigenschaft des Data Protection Officer (DPO) für die Verarbeitungen unter der Leitung der Minister, insbesondere für die Automatic Number Plate Recognition (ANPR) Managed Services;
  • Stellungnahmen erstellen über den Informationsfluss, der notwendig ist, um die Polizei in die Lage zu versetzen, ihre Einsätze im Rahmen der Covid-19-Pandemie auszuüben;
  • Analyse der Verarbeitungen, die im Microsoft Umfeld stattfanden, und Studie der erforderlichen Subunternehmer-Abkommen.

Zwecks Verbesserung der Sensibilisierung für den Schutz personenbezogener Daten und der Informationssicherheit wurde auf WiKiPol, die Plattform für Kenntnisse und Informationen der Integrierten Polizei, eine neue Rubrik „Data Protection“ hinzugefügt. Dort sind verschiedene Themen im Rahmen der DSGVO einsehbar. Im Laufe des letzten Jahres wurden mehrere Informationssitzungen über die „DSGVO und das Gesetz zum Datenschutz: zwei Jahre später“ veranstaltet. 180 Personalmitglieder haben insgesamt an diesen Sitzungen teilgenommen.

In RegPol registrierte Verarbeitungen pro Jahr

In RegPol registrierte Verarbeitungen pro Jahr für die Lokale bzw. Föderale Polizei