Die IKT im Zentrum des Handelns und des Managements Die IKT im Zentrum des Handelns und des Managements

  • Neue Technologien und digitale Anwendungen bieten der Organisation eine qualitativ bessere und effizientere Unterstützung.
  • Digitalisierung und Innovation für die Mitarbeiter - und für neue Bewerber!
  • Wissen, Verbindungen herstellen und Kriminalität bekämpfen zu jeder Zeit und an jedem Ort: Unsere Datenbanken sind auf dem neuesten Stand.


Digitale Transformation

i-Police und die Polizei der Zukunft

 

i-Police

Das Projekt i-Police wird etwa achtzig verschiedene Anwendungen (wie ISLP, FEEDIS, BNG) ersetzen. i-Police wird alle Informationen, die derzeit in verschiedenen Datenbanken verstreut sind, auf einer einzigen integrierten Informationsplattform zusammenführen, mit einer neuen AND (Allgemeine Nationale Datenbank), die mehr Informationen als zuvor enthält. Diese Informationsplattform wird die Grundlage schlechthin für das gesamte i-Police-Projekt sein.

Am 6. Dezember 2021 vergab der Innenminister den öffentlichen Auftrag für i-Police an ein Konsortium unter der Leitung von Sopra Steria und mit folgenden Partnern: Microsoft, Niche, TA9, Orbit und KPMG.

Dies ist das Ergebnis eines intensiven Beschaffungsverfahrens, das seinen Erfolg der Zusammenarbeit und dem Beitrag zahlreicher erfahrener technischer Experten und Mitarbeiter auf dem Gelände verdankt.

Die globale Einführung von i-Police ist für 2026 geplant, Quick Wins können jedoch in den nächsten Jahren durchgeführt werden.

 

FOCUS@GPI entwickelt sich weiter

Die Anwendung FOCUS@GPI ermöglicht die Ausführung verschiedener Funktionen auf dem Gelände, beispielsweise die Konsultierung des Nationalregisters oder der Allgemeinen Nationalen Datenbank (AND), die Fahrzeugregistrierung, die Überwachung von 101-Zwischenfällen, der Zugang zum Briefing, die Erfassung einer Zuwiderhandlung…

Seit dem 21. Oktober 2021 ergänzt die App Personen unter Auflagen (FOCUS-PSC) das FOCUS-Ökosystem. Diese unterstützt die polizeiliche Überwachung für die Modalitäten und Bedingungen, die das Gericht den Personen unter Auflagen auferlegt. Sie ermöglicht es Polizisten auf dem Gelände, ihre Codierungen beispielsweise direkt von ihren Smartphones aus vorzunehmen. Die App bietet auch eine direkte Verbindung zu ISLP (Integrated System for Local Police), was bedeutet, dass der Polizist direkt benachrichtigt wird, wenn es Probleme mit dem Bürger gibt.

Darüber hinaus ermöglicht FOCUS-PSC den Austausch von Daten und Informationen mit i+Belgium. Diese Integration mit der i+Belgium-Anwendung erleichtert den Informationsfluss zur PSC-Anwendung und umgekehrt.

Zur Erinnerung: i+Belgium ist eine Anwendung, die die kooperative Verwaltung zwischen Justiz und Polizei ermöglicht.

FOCUS@GPI entwickelt sich weiter

SaRA, für ein besseres Management von Auswahl und Einstellung

Im September 2021 wurde SaRA, „Selection and Recruitment Administration“, die neue Anwendung für die Verwaltung des Auswahl- und Einstellungsprozesses, eingeführt. Seit dem 15. September 2021 können alle Personalabteilungen der Integrierten Polizei ihre Stellenangebote in dieser neuen Anwendung erstellen, um sie praktisch sofort auf der neuen Website Jobpol.be zu veröffentlichen. Dies ist der erste Schritt zur Digitalisierung und Modernisierung des Personalverwaltungs- und Auswahlprozesses.

 

Nationales Kamerasystem (ANPR)

Innerhalb dieses Kamerasystems sind alle ANPR-Kameras (Automatic Number Plate Recognition, oder Automatische Nummernschilderkennung) mit einem zentralen Verwaltungssystem (AMS – ANPR Managed Services) verbunden, womit die Polizei bei Durchfahrt von Kriminellen (auf Grundlage eines gemeldeten Nummernschilds) schnell reagieren kann. Das ANPR-Netzwerk enthält ebenfalls Radarabschnitte.

Das AMS ist seit dem 29. Januar 2021 in Betrieb.

Dieses Tool bietet drei Grundfunktionen:

  • Radarabschnitte im Rahmen der Verkehrssicherheit;
  • Bearbeitung von Hits aus schwarzen Listen im Hinblick auf eine Intervention;
  • Unterstützung von Untersuchungen.

Ende Dezember hatten 14.656 Polizisten Zugriff auf das AMS, das mittlerweile 1.531 angeschlossene Kameras (und Radarabschnitte) umfasst.

Neue Kameras und zusätzliche Radarabschnitte fütterten dieses System im Laufe des Jahres 2021 regelmäßig, sodass es am Ende des Jahres gesättigt war. Um weiter expandieren und mehr Straßen abdecken zu können, wird die Architektur 2022 angepasst und gleichzeitig ein Verbesserungsplan entwickelt. Diese Entwicklungen werden es in den kommenden Jahren ermöglichen, neue Kameras hinzuzufügen, neue Radarabschnitte einzusetzen und neue Funktionen und Verbindungen zu anderen ANPR-Systemen zu schaffen.

 

Verstärkte digitale Verbindungen zur Justiz

Cross Border Exchange: Erfolgsquote von 99 %!

Cross Border Exchange (CBE) ist ein Modul, das in polizeiliche Anwendungen für sofortige Erhebungen im Zusammenhang mit Verkehrsdelikten integriert ist. In diesem Rahmen stellt die Integrierte Polizei Verstöße von belgischen oder europäischen Einwohnern fest und stellt ihnen Bußgelder aus. Anschließend leitet sie die Informationen über einen elektronischen Datenfluss an die Justiz weiter. Letztere ist anschließend mit dem Ausdruck und dem Versand der sofortigen Erhebungen sowie mit der Überwachung ihrer Zahlung beauftragt.

Im Jahr 2020 wurde das System zur Erhebung dieser Bußgelder von der Föderalen Polizei in Zusammenarbeit mit der Justiz verbessert. Dies geschieht durch die Erhöhung der Anzahl von Kameras und Radarabschnitten sowie durch die Entwicklung digitaler Signaturen und Stempel (u. a. MultiFactor Authentication [MFA]).

Das Jahr 2021 hat uns gezeigt, dass Cross Border Exchange eine Erfolgsquote von 99 % mit einer stetig steigenden Anzahl von bearbeiteten Fällen erreicht.

Alle zwei Jahre zeichnet das Europäische Institut für öffentliche Verwaltung (EIPA) die innovativsten, effektivsten und ko-kreativsten Projekte öffentlicher Einrichtungen auf lokaler, regionaler und nationaler/europäischer Ebene aus. In diesem Jahr wurde CrossBorder Exchange in der Kategorie „Digital Public Administration“ nominiert, sehr zum Stolz der Direktion für polizeiliche Informationen und IKT-Mittel (DRI).

Anzahl 2019* 2020 2021
Erstellte Protokolle 6 300 000 5 801 781 5 819 503
An die AND-Kriminalpolizei weitergeleitete Protokolle 2 160 000 2 190 253 1 983 847
Sofortige Erhebung 2 270 000 2 088 910 1 957 245
Registrierte Informationen 5 500 000 4 995 666 5 043 089
Erstellte Dokumente 13 260 000 11 745 608 11 663 555
Erfasste Vernehmungen 1 450 000 1 228 335 1 266 219
Registrierte physische Personen /** 24 935 159 24 986 764

* Aus technischen Gründen wurden die Zahlen von 2019 aufgerundet.
** Zahl nicht verfügbar.

PacOs: Strichkodes auf Beweisstücken für eine effektivere Verfolgung

PacOs ist die Anwendung zur digitalen Verwaltung der Beweisstücke anhand von Strichkodes. Die operative Einführung wurde 2020 schrittweise pro Bezirk an den Standorten der Polizei und der Justiz eingeleitet. Ende 2020 bedeckte PacOs 55 % des Landesgebiets. Die Anwendung wurde 2021 auf nationaler Ebene sowohl bei der Integrierten Polizei als auch bei der Justiz* eingesetzt.

Darüber hinaus wurden Schulungen durchgeführt, um die Mitarbeiter, die diese Anwendung nutzen, bestmöglich zu unterstützen, sowohl bei der Polizei als auch bei der Justiz.

  2019 2020 2021
Gerichtliche Sicherstellungen 1 565 53 440 163 682
- Sichergestellte Beweisstücke (gesamt) 6 445 50 802 430 182
- Bei der Integrierten Polizei 2953 18 043 153 613
Bei der Justiz 3 492 32 759 276 659

* Bei den Gerichten Erster Instanz, dem zentralen Organ für Sicherstellung und Einziehung, dem Landesinstitut für Kriminalistik und Kriminologie.